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| Kournikova als E-Mail-Virus |
13.02.2001 |
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Der neue Wurm bedient sich, wie schon andere Würmer vor ihm, des Mailclients "Outlook" von Microsoft, um sich selbst zu verschicken. Das Virus versucht sich als nettes Photo der Tennisspielerin Anna Kournikova zu tarnen und kommt wie einst der Loveletter als Dateianhang auf den Rechner. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist er aber deshalb sehr erfolgreich, weil er sich einer komplexen Verschlüsselung bedient und von "nicht-aktualisierten" Viren-Scannern nicht erkannt wird.
In England und Amerika hat "Lovely Anna" binnen kürzester Zeit mehrere tausend PCs infiziert, vermutlich ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis das unfreundliche Poster der Tennislolita auch die Schweizer "Postfächer" zum Schweigen bringt.
Erhalten Sie also in den nächsten Tagen ein E-Mail mit dem Titel "Subject: Here you have, ;o) Text: Hi: Check This!" mit dem Attachment "AnnaKournikova.jpg.vbs" empfehlen wir Ihnen, die Finger davon zu lassen.
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| Kournikova-Virus nur eine Warnung |
14.02.2001 |
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Auf einer niederländischen Web-Seite ist unter dem Pseudonym OnTheFly ein Bekennerschreiben zum Computervirus «Anna Kournikova» aufgetaucht. Der Virus sei nur eine Warnung an all die Internet-Nutzer gewesen, die zu unvorsichtig seien, heisst es dort. «Ich wollte nie Menschen schaden, die den Anhang öffnen. Aber natürlich ist es ihr Fehler, wenn sie sich infizieren.» OnTheFly ermutigt die Computernutzer, ihre Antivirensoftware auf den neusten Stand zu bringen.
Der Online-Dienst Excite(at)Home ermittelte einen seiner Kunden in den Niederlanden als OnTheFly. Das Unternehmen versuchte festzustellen, ob der Virus von OnTheFly ausgesetzt wurde, oder ob jemand OnTheFly nur benutzt hat. «Wir müssen noch sehen, was wir unternehmen», sagte Excite(at)Home-Sprecherin Alison Bowman. Die niederländischen Behörden sahen offenbar zunächst noch keinen Grund, Ermittlungen aufzunehmen.
Der als Bild des russischen Tennisstars Anna Kournikova getarnte Computervirus hatte am Montag und Dienstag innerhalb weniger Stunden unzählige E-Mail-Server in der ganzen Welt überschwemmt. Er infizierte vor allem Rechner in Nordamerika und Europa, aber auch Australien und Asien waren betroffen. Der Schädling, ein so genannter Wurm, verbreitete sich fast so schnell wie der ILOVEYOU-Virus im Mai vergangenen Jahres. Der Virus steckt in einem E-Mail-Anhang mit dem Namen «AnnaKournikova.jpg.vbs». |
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| Anna Kournikova-Wurm war im Februar die Nummer 1 der Viren |
05.03.2001 |
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Sophos hat die Top Ten der seiner Erkenntnisse nach im Februar am häufigsten verbreiteten Viren veröffentlicht. Demnach war der Anna Kournikova-Wurm mit 38,2 Prozent der aufgetauchten Viren die Nummer eins, gefolgt von Apology-B mit 11,7 Prozent und dem Hybris-B-Wurm mit 7,8 Prozent.
Auf den weiteren Plätzen folgen:
- VBS/Kakworm mit 6,2 Prozent - W32/Navidad-B mit 3,8 Prozent - W32/Flcss mit 3,2 Prozent - VBS/Loveletter-AS mit 2,8 Prozent - WM97/Marker-C mit 2,6 Prozent - Troj/Jethome mit 2,2 Prozent - W32/Verona-B mit 1,6 Prozent
Die übrigen Viren machen 19,9 Prozent der Infektionen aus. Sophos gibt die Anzahl der im Februar entdeckten, neuen Viren mit 875 an. Die Top Ten-Liste wurde vom technischen Support-Team des Unternehmens zusammengestellt.
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