WTA-Turnier in Kloten (15. bis 21. Oktober 2001)
Wieder eine Erstrunden-Niederlage von Anna Kournikova
stb. Anna Kournikova hat auch bei den Swisscom-Challenge in Kloten, wie zuvor schon in Leipzig, Moskau und Filderstadt, in der Startrunde verloren. Die Russin unterlag der Südafrikanerin Amanda Coetzer 0:6, 6:4, 3:6. Die Partie gegen die laufstarke Amanda Coetzer wurde für die 20-jährige Russin und ihre zahlreichen Fans im Schluefweg zu einer Achterbahnfahrt. Während der ersten 40 Minuten spielte Kournikova noch schlechter als am Vorabend Patty Schnyder. Kournikova gab ihr erstes Aufschlagspiel mit vier Doppelfehlern ab. In der Folge streute sie ihre Schläge in der ganzen Halle: Die Bälle landeten nicht Zentimeter neben oder hinter den Linien, sondern Meter. Der Zwischenstand von 0:6, 1:4 war die logische Konsequenz.
Im Gegensatz zu Schnyder konnte sich Kournikova aber aufraffen. Sie gewann mit druckvollem Spiel fünf Games hintereinander, holte den zweiten Satz mit 6:4 und stand im Entscheidungssatz bis zum Stand von 3:3 einem Break näher als Coetzer. Dann schlichen sich aber wieder die unnötigen Fehler vom Anfang ein, wenig später stand die fünfte Erstrunden-Niederlage in Folge fest.
Nach sieben Monaten Pause wegen eines Ermüdungsbruches im linken Fuss sucht Kournikova weiterhin den Anschluss. "Ich habe alle fünf Einzel seit der Verletzung in drei Sätzen verloren", so Kournikova, "aber ich habe keine konditionellen, höchstens mentale Probleme. Ich weiss, dass der Weg zurück in die Top-Ten lang ist. Im Moment bin ich einfach nur glücklich, dass ich wieder völlig gesund bin."
Auch die Tenniswelt ist glücklich, dass Anna wieder spielt. Kournikova ist, selbst ausser Form, eine Belebung für jeden Event. Auch in Kloten tauchten Gerüchte um die Schönheit aus Moskau auf. Eines besagte, Hingis-Mutter Melanie Molitor sei Annas neuer Coach. "Das stimmt nicht", bestätigten sowohl Kournikova wie Molitor. Aus England stammte die Meldung, wonach die hübsche Anna das neue Bond-Girl für den nächsten 007-Film sei. Kournikova: "Auch dazu kann ich nichts anderes sagen, ausser dass ich diese Story am Montag auch im Internet gesehen habe. Der Job als Bond-Girl wäre vielleicht ganz interessant. Im Moment bin ich aber für diese Rolle nicht bereit."
Den Final der Swisscom-Challenge gewann die Amerikanerin Lindsay Davenport. Sie siegte gegen die Jugoslawin Jelena Dokic überlegen mit 6:3, 6:1. Im Halbfinal als vorgezogenem Endspiel hatte Davenport die neue Weltranglisten-Erste Jennifer Capriati in drei Sätzen ausgeschaltet.