Australian Open in Melbourne (15. bis 29. Januar 2001)
Kournikova erstmals seit 1997 wieder in einem Grand-Slam-Viertelfinal
Anna Kournikova scheiterte an der Vorjahressiegerin
stb. Erstmals seit beinahe vier Jahren (Wimbledon 1997) erreichte Anna Kournikova in Melbourne wieder einmal die Viertelfinals eines Grand-Slam-Turniers. Gegen die Vorjahressiegerin und Weltranglisten-Zweite, die Amerikanerin Lindsay Davenport, blieb die Russin dann aber erwartungsgemäss chancenlos und verlor deutlich in zwei Sätzen mit 4:6 und 2:6. Davenport genügte während der 65 Minuten eine durchschnittliche Leistung, um sich für die zuletzt in San Diego gegen Kournikova erlittene Niederlage zu revanchieren und die Bilanz auf 6:3 zu verbessern. Die Moskowiterin liess keine taktischen Fortschritte erkennen, spielte einmal mehr "Achterbahn-Tennis" und kompromittierte ihre Chancen immer wieder mit Eigenfehlern, total beging sie deren 26 (gegenüber 20 der Kalifornierin). Davenport war wesentlich konstanter und nutzte drei von sieben Breakbällen (Kournikova: 0 von 3).
In den ersten vier Spielen in Melbourne musste Anna Kournikova im übrigen nur einen einzigen Satz abgeben, und zwar in der dritten Runde gegen ihre Doppelpartnerin Barbara Schett (Oe). Nach einem 2:6 im ersten Satz gewann Kournikova die beiden folgenden Sätze aber mit 6:4 und 6:3 und qualifizierte sich für die Achtelfinals. In diesen bezwang sie die Deutsche Barbara Rittner klar mit 6:3 und 6:1.
Ebenfalls in zwei Sätzen entschied Anna Kournikova die beiden ersten Einzel in Melbourne zu ihren Gunsten: Gegen die Slowakin Daniela Hantuchova mit 6:2 und 7:5 und gegen die Ungarin Rita Kuti Kis mit 6:3 und 6:4.
Siegerin des Australian-Open wurde überraschend die Amerikanerin Jennifer Capriati. Die als Nummer 12 gesetzte Olympiasiegerin von Barcelona (1992) gewann im Final gegen die Schweizerin Martina Hingis in nur gerade 63 Minuten mit 6:4 und 6:3. Für Capriati war es der erste Sieg an einem Grand-Slam-Turnier überhaupt. Hingis dagegen muss weiter auf den sechsten Grand-Slam-Titel warten.
1. Spiel (Sieg gegen Daniela Hantuchova, Slowakei - 6:2, 7:5)
2. Spiel (Sieg gegen Rita Kuti Kis, Ungarn - 6:3, 6:4)
3. Spiel (Sieg gegen Barbara Schett, Oesterreich - 2:6, 6:4, 6:3)
4. Spiel (Sieg gegen Barbara Rittner, Deutschland - 6:3, 6:1)
5. Spiel (Niederlage gegen Lindsay Davenport, USA - 4:6, 2:6)
neben dem Platz